Van Goghs Zeichnungen

Vom Beginn seines künstlerischen Lebens bis zu seinem tragischen Ende beschäftigte er sich mit dem Zeichnen. Auch in Arles und Saint Remy machte er regelmäßig Zeichnungen und Skizzen der ihn umgebenden Landschaft. Wie in all seinen Werken brachte er es auch bei seinen Zeichnungen zu einem meisterhaften Stil und einer außergewöhnlichen technischen Geschicklichkeit. Aus diesem Grunde stehen viele seiner graphischen Arbeiten nicht hinter seinen besten Ölbildern zurück.

Vincent wählte ein für seine Zeit seltenes Zeichenmaterial: Die Rohrfeder, mit der eine abwechslungsreiche Linienführung möglich ist. Durch die Anwendung verschiedener Strukturierungen, paralleler Linien, Tupfen, Schraffuren, dicker und dünner Striche charakterisierte er verschiedene Dinge: Felsen, Baumgipfel, Gras und Himmel. Durch diese Zeichentechnik gelangte er nicht nur zum stofflichen Ausdruck, sondern er bewirkte auch Hell-Dunkeleffekte, und durch die Rhythmik der Linienführung entstand immer ein besonders lebendiges Ganzes.

Vincent war sich bewusst, dass er mit seinen Rohrfederzeichnungen einen großen Vorgänger hatte, nämlich seinen Landsmann Rembrandt, mit dem er sich eingehend beschäftigt hatte.

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Schreinerwerkstatt und Wäscherei (1882) Kartoffelacker in den Dünen (1883)
Fischerboote (Sommer 1888) Sternennacht (1889)